Arbeiten von Zuhause: seriöse Nebenjobs

Befindet man sich im aktuellen Job in der Sackgasse oder der Stau nimmt morgens kein Ende, lockt Heimarbeit mit der Aussicht, das Geld verdienen an den heimischen PC zu verlagern.

Für wen sich arbeiten von Zuhause aus eignet

Für die Aufnahme einer Heimarbeit gilt es, verschiedene Fragen vorab zu klären. Soll es ein Nebenjob oder ein Job in „Vollzeit“ werden? Gibt es eventuell die Möglichkeit, den Vorgesetzten zu überzeugen, dass arbeiten von Zuhause aus produktiver macht? In diesem Fall gilt es, Argumente für das Homeoffice zu sammeln. Grundsätzlich ist Heimarbeit auch für Arbeiter denkbar, die durch einen Nebenjob ihren Horizont erweitern oder zusätzliches Geld verdienen möchten.

Von Zuhause aus arbeiten – die Vorteile

Arbeiten von Zuhause aus bedeutet den Wegfall der Pendelstrecke und somit Kostenersparnis für das Bahnticket oder die Benzinkosten. Auch die Pendelzeit kann anders genutzt werden, etwa um länger zu schlafen, ausgiebig zu frühstücken oder Frühsport in den Tagesablauf einzubauen.

Zuhause können Arbeitsplatz und -zeit freier gestaltet werden. Wem die Arbeit am Schreibtisch nicht behagt, ersetzt den PC durch ein Netbook und arbeitet im Garten. Die Aufgabeneinteilung ist in der Regel auch beim Homeoffice flexibel, sofern wichtige Abgabefristen eingehalten werden.

Handelt es sich um einen Nebenjob nach der Vollzeitstelle, fallen beim Arbeiten von Zuhause keine weiteren zeitraubenden Fahrten an. Es bleibt mehr Zeit für Familie und Hobby. Kreative Nebenjobs können auch mit anderen Familienmitgliedern zusammen betrieben werden.

Nachteile beim Arbeiten von Zuhause

Im Internet gibt es ein weites Feld von Angeboten für Nebenjobs, die suggerieren, dass mit Heimarbeit mühelose Erfolge möglich seien. Blumige Versprechungen zu drei- oder vierstelligen Beträgen am Tag sind in der Regel ein Markenzeichen von schwarzen Schafen der Branche. Auch bei Jobs im Internet liegt das Geld nicht auf der Straße. Möglichkeiten eines hohen Einkommens gibt es tatsächlich – diese sind allerdings mit viel Arbeitseinsatz verbunden oder erfordern spezielle Kenntnisse.

Homeoffice Nachteile

Im Homeoffice sollten Arbeitnehmer darauf achten, berufliches und privates nicht zu vermischen. So heimelig die Vorstellung sein mag, die Mails beim Fernsehen zu sichten oder im Bademantel vor dem PC zu sitzen – die Qualität der Arbeit kann darunter leiden. Schlimmstenfalls führen Nachlässigkeiten dazu, dass der Chef seinen Angestellten wieder ins Büro beordert. Sehr motivierte Mitarbeiter können in die gegensätzliche Falle tappen: auch um 23 Uhr ist es noch möglich, das Postfach aufzuräumen oder an der Präsentation zu feilen. Das gemeinsame Abendessen mit der Familie wird unterbrochen, um schnell noch diese eine wichtige Mail abzuschicken. Solch ein Job bietet dann überhaupt keinen Feierabend mehr.

Möglichkeiten von Zuhause aus zu arbeiten

Mit dem eigenen PC, Anbindung an das Internet und einem Handy stehen den meisten potentiellen Heimarbeitern die wichtigsten Arbeitsmittel ihres neuen Nebenjobs bereits zur Verfügung. Tüten packen und Kugelschreiber montieren muss im Jahr 2016 niemand mehr, der seriös Zuhause Geld verdienen möchte.

Texte schreiben

Online-Textbörsen bieten für freie Autoren einen Marktplatz. Sie können Textprojekte von Auftraggebern sichten und selbst entscheiden, welchen sie schreiben möchten. Auftraggeber kann ein Autor auch abseits der Textbörsen finden, muss dann jedoch für die Vor- und Nachbereitung mehr Zeit aufwenden. Für einen Nebenjob empfiehlt es sich, diesen Verwaltungsaufwand an die Plattformbetreiber abzugeben.

E-Books schreiben und verkaufen

E-Books können auf vielen Online-Buchhändlern nicht nur erworben, sondern auch veröffentlicht werden. Voraussetzung hierfür sind ein Textprogramm, ein E-Book-Editor und Freude am Schreiben längerer Texte. Der Editor kann mit rudimentären HTML-Kenntnissen bedient werden. Wer sich damit gar nicht befassen möchte, kann bei einigen Anbietern sogar Office- oder PDF-Dateien hochladen. Den Vertrieb und die Vergabe der ISBN übernehmen die Anbieter. Einmal hochgeladen generieren die E-Books dann passives Einkommen. Wer mit dieser Einkommensquelle wirklich Geld verdienen möchte, sollte auf die Qualität seiner Veröffentlichung achten. Ein rasch heruntergeschriebenes E-Book zum Schleuderpreis mag einige Euro auf das Konto fließen lassen – hat man sich aber einen Namen gemacht, gelingt das Marketing und der Absatz hoher Stückzahlen einfacher.

Affiliate Marketing mit einem eigenen Blog

Affiliate Marketing ist bei sorgfältiger Anwendung eine Einkommensquelle mit hohem Potential. Geld verdienen kann man durch den Erhalt einer Provision, wenn Nutzer einen bestimmten Link anklicken und das dahinterliegende Produkt kaufen. Zwei wesentliche Punkte müssen hierbei beachtet werden, damit dieser Nebenjob gelingt. Zum einen sollten die Links in einem passenden Kontext gesetzt werden. Bei einem auffallenden Missverhältnis zwischen Klickzahl und Käufen vermuten Branchengrößen Spam, der dem Firmenimage schadet. Eine fristlose Kündigung des Provisionsvertrages steht dann bevor. Zweitens müssen laut Gesetz Affiliate Links als solche gekennzeichnet sein. Andernfalls sind Abmahnungen wegen Schleichwerbung möglich. Diese Methode erfordert bei seriöser Umsetzung eine Einarbeitungszeit, während der noch kein Einkommen erzielt wird.

Ein eigener online Shop

Arbeiten von Zuhause kann auch das eigene Hobby einschließen. Mithilfe bekannter Online-Anbieter ist der Betrieb eines eigenen Shops vom heimischen PC aus möglich. Dachbodenfunde und Flohmarktschnäppchen lassen sich so zu Geld machen. Für den Verkauf von Zuhause hergestellten handwerklichen oder kreativen Produkten gibt es passende Plattformen im Internet. Talentierte Hobbyfotografen können ihre Werke als Stockfotografie online stellen und mit dem Verkauf von Nutzungsrechten Geld verdienen. Quellen zu einschlägigen Rechtsvorschriften für das Betreiben eines Online-Shops finden sich in Blogs oder auf Videoplattformen.

„Crowdtesting“ heißt eines der neuen Zauberwörter im Internet: Viele Benutzer testen eine Website oder ein Programm und teilen dem Anbieter Auffälligkeiten bei der Nutzung mit. Wachsende Erfahrung und Fleiß sind der Schlüssel, um kritische Fehler vor anderen zu finden – diese Funde werden gut entlohnt.

Online Nachhilfe geben

Nachhilfeunterricht lässt sich ebenfalls Zuhause organisieren. Videoanrufe sind dank guter Bandbreite eine Alternative zum Hausbesuch. Neben klassischen Schulfächern suchen auch Erwachsene privaten Einzelunterricht, um ihre Sprachkenntnisse zu erweitern.

Arbeiten von Zuhause aus – unser Fazit

Wer sich selbst organisieren kann und die Stolpersteine frühzeitig erkennt, kann mit Heimarbeit einen soliden Nebenjob starten. Zusätzliches Einkommen muss – egal ob bei einzigen Jobs oder Nebenjobs – jedoch immer dem Finanzamt mitgeteilt werden. Eine Ausnahme bilden Einkünfte, die 410 Euro im Jahr nicht überschreiten. Auch eine Mitteilung an andere Behörden (BAföG-Stelle, Familienkasse, Krankenkasse, Jobcenter u. a.) kann notwendig werden. In der Regel entstehen beim Homeoffice keine Mitteilungspflichten, außer dass die Pendlerpauschale sich verringert. Welche Stellen zu informieren sind, sollte vorab geklärt werden.

Gesamtfazit: Arbeiten von Zuhause ist mit niedrigen Einstiegshürden verbunden. Angehende Heimarbeiter sollten die offerierten Jobs im Internet unbedingt auf Seriosität prüfen. Im Zweifel helfen Suchmaschinen, Erfahrungen anderer zur Entscheidungsfindung zu nutzen.

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Kategorien: Heimarbeit

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