Ferienjobs für Schüler: Schülerjobs in den Ferien

Ferienjobs für Schüler und Studenten
Schülerjobs in den Ferien im Homeoffice

In der Ferienzeit mit einem Nebenjob Geld zu verdienen, ist für Kinder und Jugendliche eine gute Möglichkeit, um das Taschengeld aufzubessern.

Gerade in den längeren Sommerferien oder den Winter- beziehungsweise Osterferien nutzen viele Schüler und Schülerinnen die freie Zeit für einen Nebenjob. Die Eltern sollten dabei allerdings ein Auge auf die Tätigkeiten haben, da bei der Arbeit von Kindern einige rechtliche Beschränkungen zu beachten sind.

Beliebte Ferienjobs für Schüler

Für das eigene Kind steht bei der Suche nach einem Ferienjob natürlich vor allem die Aufbesserung des Taschengeldes im Mittelpunkt. Aus Elternsicht kann sich das Geld verdienen aber auch aus anderen Gründen lohnen.

So bekommen die Kinder beispielsweise schon einmal einen guten Einblick in die spätere Arbeitswelt und lernen mit Verantwortung umzugehen. Dazu kommen nützliche praktische Erfahrungen, die für das spätere Leben ebenfalls nicht schaden können. Gleiches gilt zudem für den Umgang mit Geld.

Am Ende des Jobs landet ja nicht selten eine größere Summe auf dem Konto der Schülerinnen und Schüler. Selbst verdientes Geld ist gerade für Kinder oft mehr wert und sorgt dafür, dass man sich genauer überlegt, was man kaufen möchte.

Vorteile von Schülerjobs in den Ferien

  • Das Lernen von Eigenverantwortung
  • Reinschnuppern in die Arbeitswelt
  • Geld verdienen um Taschengeld aufzubessern
  • Umgang mit Geld lernen

Nachteile und Gefahren bei Schüler- und Studentenjobs

Schüler- und Ferienjobs
Schüler- und Ferienjobs am PC

So nützlich ein Ferien- oder Nebenjob für ein Kind oder Jugendlichen sein kann, bringt er doch nicht nur Vorteile mit sich. Letztendlich sollten die Ferien auch dazu da sein, dass die Schüler und Schülerinnen sich erholen und Zeit für Hobbys und Freizeit haben. Ferienjobs für Schüler und Studentenjobs können aber dafür sorgen, dass dafür gar keine oder zu wenig Zeit bleibt.

Mitunter ist vielleicht sogar nicht einmal ein Urlaub möglich. Der Schüler oder Student kehrt dann nicht erholt in die Schule oder Uni zurück und kann mitunter den Stress schlechter verarbeiten. Zudem sollten Eltern darauf aufpassen, dass der Ferienjob den Nachwuchs nicht überfordert. Der falsche oder ein zu schwieriger Job wirkt sich mitunter negativ auf das Selbstbewusstsein der Schüler aus und sorgt womöglich für zusätzlichen Stress.

Nachteile bei Ferienjobs für Schüler

  • Gefahr der Überforderung
  • zu viel Stress
  • keine Freizeit oder Erholung
  • eventuell kein Urlaub

Wie viel dürfen Schüler bzw. Kinder in den Ferien verdienen?

Da bei Nebenjobs für Schüler in der Regel keine großen Löhne gezahlt werden, müssen sich Eltern über das Thema normalerweise nicht viel Sorgen machen. Grundsätzlich gibt es bei Minderjährigen ebenso wie bei Erwachsenen keine Einkommensgrenze.

Was Kinder ab 15, ab 16, ab 18 dürfen und was nicht:

Schüler bis 15 Jahre: Kindern unter 15 Jahren ist es gesetzlich nicht erlaubt, sich einen Ferienjob zu suchen. Ab dem Alter von 13 Jahren können Schüler aber zumindest für Kinder geeignete Nebenjobs haben. Diese sind allerdings streng geregelt und dürfen maximal zwei Stunden am Tag umfassen. Darüber hinaus ist die Zustimmung der Eltern eine Voraussetzung. Typische Jobangebote für Schüler und Schülerinnen unter 15 Jahre sind Zeitungen austragen oder Gartenarbeit.

Schüler ab 15 Jahren: Auch wenn Schüler ab dem 15. Lebensjahr als Jugendliche gelten, greifen nach wie vor die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzes, insofern sie „hauptberuflich“ zur Schule gehen.

Die Bestimmung von maximal zwei Stunden am Tag bei einem Job greift also während der Schulzeit auch nach dem 15. Lebensjahr. Mit der Ferienzeit gelten allerdings Sonderregelungen, sodass Schüler einen Ferienjob aufnehmen können. Dieser darf aber eine Arbeitszeit von vier Wochen beziehungsweise 20 Arbeitstagen im Jahr nicht überschreiten.

Darüber hinaus dürften Jugendliche maximal eine Vierzigstundenwoche arbeiten, wobei der Arbeitstag höchstens acht Stunden beinhalten darf. In der Regel gibt es bei vielen Ferienjobs für Schüler zudem ein Wochenendverbot. Gute Jobs finden Schüler ab 15 Jahren sind zum Beispiel im Babysitten, Nachhilfe geben, als Erntehelfer oder als Aushilfe in der Gastronomie. Gerade Gaststätten und Lokale suchen in den Ferien oft zusätzliche Hilfen und greifen gern auf Ferienjobber zurück.

Ferienjobs für Schüler 18 Jahren: Ab dem 18. Lebensjahr gelten auch Schüler vor dem Gesetz als erwachsen, sodass fortan dieselben Regeln wie für Erwachsene gelten. Mit der Volljährigkeit können Jobs als auch länger als vier Wochen gehen. Aufgrund der längeren Arbeitszeit kann man allerdings Gefahr laufen, steuerlich relevant zu werden. Vor allem Studenten, die regelmäßig arbeiten gehen, sollten auf die Steuerfreibeträge achten.

Steuern bei Schülerjobs in den Ferien

Grundsätzlich gelten bei Neben- und Ferienjobs für Schüler die gleichen steuerlichen Bestimmungen wie bei Erwachsenen. Der Steuerfreibetrag liegt im Jahr 2016 bei 8.652 Euro. Verdient das Kind weniger als diese Summe, sind die Einnahmen steuerfrei.

Allerdings sollte man sich eher an einer Einkommenshöhe des Kindes von 8004 Euro orientieren, andernfalls kann das Finanzamt das Kindergeld zurückfordern. Typischerweise greifen Lohnsteuer- und Sozialversicherungsregelungen bei einem Ferienjob nicht. So muss die Arbeitszeit mindestens 50 Tagen betragen, damit das Einkommen abgabenrelevant wird.

Allerdings sind Schüler und Studenten während der Arbeitszeit durch ihren Arbeitgeber unfallversichert. Hier lohnt es sich im Zweifel nachzufragen, da Unternehmen dies gern einmal vergessen.

Ferienjobs für Studenten

Bei Studenten gilt beim Einkommen eine Sondergrenze. Sie durften bisher maximal 4.880 Euro im Jahr mit Nebenjobs verdienen und gleichzeitig BAföG beziehen. Ab Sommer 2016 wird die Grenze auf 5400 Euro im Jahr angehoben.

Fazit zu Schülerjobs in den Ferien

Ein kleiner Nebenjob oder ein Ferienjob in den Sommerferien ist für Schüler und Schülerinnen oft eine gute Erfahrung. Allerdings sollten Eltern ein genaues Auge darauf haben, was der Nachwuchs macht und ob die Arbeit für sie vielleicht zu viel werden kann. Zudem sollten die gesetzlichen Bestimmungen für Ferienjobs für Schüler in jedem Falle eingehalten werden.

Gesamtfazit zu Ferienjobs:

Wer diese beherzigt, muss sich auch keine Gedanken über Themen wie die Einkommenssteuer machen. Mit den gesetzlich erlaubten Arbeitszeiten für Schüler ist es normalerweise unmöglich, dass der Zusatzverdienst des Kindes steuerlich relevant wird.

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Kategorien: Nebenjob

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