Geld verdienen mit Umfragen

Die Markt- und Meinungsforschung arbeitet mit unterschiedlichen Methoden der Datenerhebung. Im Zentrum der Tätigkeit steht dabei das Interview. Bei online-Fragebögen wird auf den individuellen…
80%
Sehr gut

Bezahlte Umfragen werden von Medienunternehmen, Firmen oder politischen Organisation zum Zwecke der Meinungsforschung gestartet. Wer einen Nebenjob sucht, der möglichst von zu Hause aus erledigt werden kann, wird hier fündig.

  • Arbeitsaufwand
  • Verdienst
  • Spaß
  • Flexibilität

Die Markt- und Meinungsforschung arbeitet mit unterschiedlichen Methoden der Datenerhebung. Im Zentrum der Tätigkeit steht dabei das Interview. Bei online-Fragebögen wird auf den individuellen Kontakt zwischen der zu befragenden Person und dem freien Mitarbeiter komplett verzichtet. Dieses hat den Vorteil, dass Tendenzen zur Suggestivität in den Hintergrund treten: Der Interviewer kann zum Beispiel nicht durch eine bestimmte Betonung das Antwortverhalten der Zielperson beeinflussen. Generell gibt es einerseits die quantitativen Statistiken und andererseits die qualitativen Forschungsermittlungen. Der wesentliche Unterschied hierbei besteht in der Standardisiertheit des Fragen-Inventars. Während bei einer quantitativen Untersuchung die Antwortkategorien meistens vorgegeben sind, so erfolgt das qualitative Gespräch in der Mehrzall der Fälle in der freien Rede unter Berücksichtigung der Kernthemen.

Telefon-Interviewer
Dieser Job ist sehr beliebt unter Studenten, aber auch Teilzeitbeschäftigte und Hausmänner bzw. Hausfrauen nutzen diese Branche als nebenberufliche Einkommensquelle. Call-Center, die im Bereich der Markt- und Meinungsforschung operieren, finden sich im Prinzip in fast allen Ballungszentren Deutschlands: so etwa in Berlin, in Hamburg, in München oder im Ruhrgebiet. Aber auch in ländlicheren Gegenden wie in Mölln oder in Güstrow kann man in einem Telefonstudio dieser Art tätig werden. Die Auftraggeber der Studien annoncieren meist in einschlägigen Stadtmagazinen oder in regionalen Zeitungen. Auf diese Anzeigen hin kann sich der oder die Interessierte direkt an das Meinungsforschungsinstitut auf dem Telefonweg wenden. In der Regel braucht der Kandidat keine Bewerbungsunterlagen einzureichen, denn es ist kein Spezialwissen erforderlich. Im Rahmen eines ersten Telefonkontakts erreicht man normalerweise den Supervisor des Instituts: Supervisoren sind vornehmlich mit der Beurteilung der Interviewer und der Einhaltung der Güte befasst. Bei einem sympathischen und freundlichen „Small-Talk“, in dem man auch unter Beweis stellt, dass man die deutsche Sprache dialekt- und akzentfrei beherrscht, wird sich der Supervisor bei entsprechenden Vakanzen unter großer Wahrscheinlichkeit für den Bewerber entscheiden. Ausschlaggebend sind zudem eine angenehme Stimme und Spontaneität, ohne jedoch zu „flappsig“ oder zu „zugeknöpft“ zu wirken. Die Verdienstmöglichkeiten als Telefoninterviewer variieren zwischen 6 und 12 Euro. Sehr oft ist die Bezahlung leistungsabhängig.

face-to-face – Interviewer
Das face-to-face Interviewen ist die Königsdisziplin in der Markt- und Meinungsforschung. Diese Jobs lassen sich ziemlich einfach bei den Auflistungen in den Suchmaschinen (zum Beispiel Google) recherchieren, nachdem man als Stichwort „face-to-face Interviewer“ eingegeben hat. Bei dieser Art der Befragung klingelt der Interviewer an der Haustür der Zielperson oder er führt die Befragung an einem öffenlichen Ort durch, zum Beispiel in der Fußgängerzone. Maßgeblich dabei ist die Anweisung des Marktforschungsinstituts. Einige Marktforschungsinstitute erlauben es auch die Fragebögen im Freundes- bzw. im Bekanntenkreis durchzugehen. Wichtig bei dieser Art der Befragung ist ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein selbstbewusstes Auftreten; das heißt, als Repräsentant der statistischen Forschungsstelle gilt es ins Besondere Einfühlungsvermögen zu demonstrieren: Man darf sich weder zu forsch („überrumpeln“), noch zu unbestimmt („schüchtern-scheu“) gebärden. Mit dem Gedanken, den Laptop für sich einzubehalten, der vom Institut zum leihweisen Gebrauch übersandt worden ist, sollte man als Interviewer überhaupt nicht spielen. In diesem Fall wird das auftraggebende Institut eine polizeiliche Anzeige erstatten: Die Personalien sind ohnehin mit der Einreichung der Kopie des Ausweises oder der Einreichung der Kopie des Reisepasses nachvollziehbar. Auch abzuraten ist davon, die Interviews zu fälschen, weil die Supervision des Forschungsbetriebes anhand der vom Interviewer dokumentierten Telefonnummer bei der befragten Person kontrollieren kann, ob das Interview auch tatsächlich verwirklicht wurde. Einige face-to-face Interviewer arbeiten auch innerhalb der Räumlichkeiten des Instituts. Hierbei handelt es sich um die so genannten Gruppendiskussionen. Um an einer solchen teilzunehmen, empfiehlt es sich in lokalen Boulevardblättern gezielt nach Inseraten zu suchen, bei denen Probanden für diese qualitativen Studien rekrutiert werden. Meistens wird einem beim Anruf sofort gesagt, ob man in die Zielgruppe „hinein“passt oder nicht. Es ist üblich, dass bei den Befragungen vor Ort ein kaltes Büffet gereicht wird und als Dank erhält der Teilnehmer zusätzlich einen Scheck oder ein Kuvert mit dem Geldwert von mindestens 20 Euro.

Online-Fragebogen
Das Mitwirken an Internet-Fragebögen kann von zu Hause aus geschehen. Der große Vorteil dabei ist die Flexibilität, denn man kann sich die Zeitfenster beliebig einteilen. Fremdsprachenkenntnisse sind kein Muss, es gibt sehr viele deutschsprachige Portale (marketagent.com, net-request.de), jedoch stellen Fremdsprachenkenntnisse eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit dar. Speziell im angloamerikanischen Sprachraum sind Online-Umfragen sehr verbreitet (surveysavvy.com, surveyhead.com). Dabei ist aber zu beachten, dass einige Seiten nicht in US-amerikanischen Dollars sondern in australischen Dollars auszahlen. Letztere Dollar-Währung des Subkontinents ist weniger wert als das nordamerikanische Pendant. Bei einer Länge von 10 Minuten des Fragebogens ist eine Aufwandsentschädigung von mindestens 50 Euro-Cents üblich.

Nebenjob bewerten

Kategorien: Geld verdienen

Tags:

Kommentare sind deaktiviert