Seriöse Heimarbeit ohne Vorleistung/Kosten

 „Verdienen Sie bis zu 3000 Euro monatlich von Zuhause aus“ – Anzeigen wie diese finden sich zuhauf in Zeitschriften, im Teletext und auch im Internet. Die Angebote klingen verlockend. Vom heimischen Sofa aus mit leichten Tätigkeiten schnell eine Summe verdienen, die mancher Vollzeitangestellte nicht einer 40stündigen Arbeitswoche erwirtschaftet. Nicht nur Arbeitslose, sondern auch Studenten, Mütter oder Rentner wittern hier eine Chance, sich ohne großen Aufwand etwas dazu zu verdienen. Dass sich dahinter oftmals unseriöse Anbieter verbergen, die sich an den Arbeitssuchenden bereichern wollen, ist vielen nicht klar.

Wenn Sie selbst einmal bereits darüber nachgedacht haben, sich auf eine derartige Anzeige zu bewerben, sollten Sie sich vorab sehr genau informieren, um was für eine Tätigkeit es sich handelt, wer der Anbieter ist und wie genau die Bezahlung erfolgen soll. Werden Sie vorab aufgefordert, etwa für Materialien, Anleitungen oder Ähnliches in Vorkasse zu treten, sollten Sie misstrauisch werden. Seriöse Arbeitgeber verlangen allgemein nicht direkt zu oder sogar noch vor Beginn des Arbeitsverhältnisses, dass ihre neuen Mitarbeiter Zahlungen leisten. Oftmals werden auch nahezu unmögliche Ergebnisse verlangt – sollen Ihnen beispielsweise pro zusammengebautem Kugelschreiber nur wenige Cents gezahlt werden, können Sie sich ausrechnen, wie viele Sie fertigen müssen, um auf eine einigermaßen ansehnliche Gesamtsumme zu kommen. 3000 Euro oder mehr sind in diesem Fall eine utopische Vorstellung.

Nicht alle Anbieter von Heimarbeit sind unseriös. Tatsächlich ist es möglich, von zuhause aus einen akzeptablen Nebenverdienst zu erzielen, und zwar ohne versteckte Kosten oder finanzielle Vorleistungen. Allerdings sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass die Verdienstmöglichkeiten eine reguläre Vollzeitbeschäftigung in den meisten Fällen nicht ersetzen können. Zudem ist es von Vorteil, wenn Sie einige Vorkenntnisse mitbringen. Sind Sie etwa wortgewandt und beherrschen die deutsche Rechtschreibung und Grammatik nahezu perfekt, können Sie sich als freiberuflicher Texter von zuhause aus versuchen. In Zeiten des Internets werden zahlreiche Verfasser von Blogeinträgen, Online-Artikeln und ähnlichen Texten gesucht. Die Bezahlung erfolgt entweder pro Wort oder pro geschriebenem Text. Voraussetzung ist eine Steuernummer, die Sie dazu berechtigt, freiberuflich tätig zu werden. Die Bezahlung erfolgt entweder auf Rechnung oder unter Umständen auch als Direktüberweisung oder Paypal-Zahlung.

Eine weitere Möglichkeit der seriösen Heimarbeit ist das Arbeiten im sogenannten Home Office. Sie erledigen von Ihrem Telefonanschluss Aufgaben, die sonst von Mitarbeitern in einem Call Center übernommen werden. Dazu können unter anderem Meinungsumfragen oder auch Telemarketing gehören. Idealerweise verfügen Sie hier bereits über etwas Erfahrung im Telefonieren und im Umgang mit Kunden. Auch eine Telefon- und Internetflatrate sollten vorhanden sein. Die Kommunikation mit dem Arbeitgeber erfolgt meist per Telefon oder Internet. Sie genießen den Vorteil der freien Zeiteinteilung, was besonders Müttern und Studenten zugutekommt.

Wenn Sie sich für ein Heimarbeitsangebot interessieren, sollten Sie einige Punkte beachten, bevor Sie eine Zusage machen. Gibt es einen Ansprechpartner, der Ihnen bei Fragen oder Problemen hilfreich zur Verfügung steht? Sind alle Zahlungsmodalitäten genau geklärt worden? Wie sieht es mit der Kündigungsfrist aus? Auch für Heimarbeit gelten rechtliche Vorschriften, die vom Arbeitgeber eingehalten werden müssen. Wenn Sie einen Arbeitsvertrag erhalten, sollten Sie diesen genau prüfen und ihn gegebenenfalls von einem Experten durchsehen lassen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich nicht scheuen, einen Anwalt oder alternativ einen Berater von der Arbeitsagentur aufzusuchen und sich bezüglich des Jobangebots beraten zu lassen.

Nebenjob bewerten

Kategorien: Nebenjob

Kommentare sind deaktiviert