Ferienjobs

Der Ferienjob richtet sich an Schüler und Studierende, die in ihrer Zeit außerhalb der regulären Schul- und Vorlesungszeiten arbeiten und Geld verdienen wollen. Beim Ferienjob handelt es sich um ein etwas anderes Konzept als den üblichen Nebenjob, der sich ebenfalls an diese Gruppen richtet, denn sie haben jetzt den ganzen Tag Zeit und wollen daraus so viel wie möglich machen. Manche Ferienjobs beginnt man nicht nur mit der Absicht, Geld zu verdienen, sondern will dadurch auch wertvolle Erfahrungen sammeln und erste Referenzen im Lebenslauf angeben können, sodass man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen bekommt. Doch damit das funktioniert, muss man das Abenteuer Ferienjob von Anfang an richtig angehen.

Ferienjob – warum in den Ferien arbeiten?
Wenn Schüler und Studenten endlich Ferien haben, denken sie sicher nicht ans Arbeiten und wollen sich lieber ausruhen, Spaß haben und sich eine Weile gehen lassen, bevor es wieder ernst wird. Es sei denn, sie haben nicht das nötige Kleingeld für ihre Vorhaben, denn dann machen die Ferien schnell keinen Spaß mehr. Der Ferienjob muss nicht die gesamte freie Zeit in Anspruch nehmen, doch er ist eine ideale Möglichkeit, viel Zeit in die Arbeit zu investieren und auch entsprechend viel zu verdienen. Vor allem Schüler hätten sogar die Chance, sich in Vollzeit für einen ganzen Monat einstellen zu lassen, etwa in den Sommerferien, und dadurch einen für ihre Verhältnisse sehr hohen Geldbetrag zu verdienen, den sie danach für etwas ausgeben können, was sie sich schon immer gewünscht haben. Studierende nehmen den Ferienjob an, da sie sich davon Referenzen für ihr Studium erhoffen. Durch ihre fachliche Qualifikation haben sie die Möglichkeit, eine attraktive Stelle in ihrem Fachbereich zu finden und die ersten Schritte ins Berufsleben zu machen, was neben der Bezahlung einen weiteren Anreiz stellt.Ferienjobs für Teenager – was ist legal?
Viele Teenager wollen bereits in ihren Ferien arbeiten. Für sie stellt die Bezahlung den größten Anreiz dar, doch sie dürfen noch nicht im gleichen Umfang zur Arbeit herangezogen werden wie etwa ein volljähriger Schüler oder ein Student. Schüler zwischen 13 und 14 Jahren dürfen nur 2 Stunden täglich arbeiten, jüngere Schüler noch gar nicht. Sie werden deswegen höchstens für einfache Arbeiten wie etwa das Austrage von Zeitungen und Zeitschriften eingesetzt und haben noch geringe Chancen, an einen Ferienjob zu kommen, der wirklich viel Geld einbringt. Ab 15 Jahren dürfen Jugendliche 4 Wochen pro Jahr arbeiten und können dabei eine 5-Tage-Woche haben, wodurch sich bereits eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten für sie eröffnet und sie sich in den Sommerferien auch einen ernsthaften Verdienst erwirtschaften könnten. Alles, was darüber liegt, wäre kein Ferienjob mehr und würde auf einer anderen juristischen Grundlage gehandhabt. Mehr als acht Stunden täglich dürfen sie jedoch nicht arbeiten. Ab 18 gilt die Beschäftigung nur dann noch als Ferienjob, wenn sie nicht mehr als 50 Arbeitstage einnimmt. Bei Ferienjobs in jeder Altersgruppe müssen zudem Pausen eingehalten werden.

Der Maximalverdienst
Theoretisch darf ein Schüler oder ein Student in seinem Ferienjob so viel verdienen, wie er möchte. Dem Verdienst sind nach oben hin keine Grenzeng gesetzt. Vorsicht ist allerdings hinsichtlich der Maximaleinkommensgrenze von 8004€ jährlich geboten. Verdient der Schüler auch nur einen Euro mehr, muss unter Umständen das gesamte Kindergeld des betreffenden Jahres zurückgezahlt werden. In einem Ferienjob wird das eher nicht passieren, doch wenn der Schüler oder der Student danach weiterarbeitet und weiterhin Geld verdient, sollte auf diese Grenze geachtet werden. Wenn man Gefahr läuft, sie tatsächlich zu überschreiten, setzt man sich am besten mit einem Steuerberater zusammen, da es Möglichkeiten gibt, die Verluste über die Steuererklärung wieder auszugleichen.

Ferienjobs – wo findet man sie?
Einen Ferienjob bekommt man zumindest als Schüler am besten, indem man einfach nachfragt. Man kann sich einen Nachmittag Zeit nehmen und in allen Geschäften der Stadt vorbeischauen oder die Betriebe anrufen, für die man in den Ferien gerne etwas Zeit opfern würde, denn vielleicht sind sie selbst noch nicht auf die Idee gekommen, dass sie in dieser Zeit einen Schüler einstellen könnten. Studenten, die sich erste fachliche Erfahrungen vom Ferienjob erhoffen, sollten direkt bei den relevanten Betrieben anrufen oder auf deren Webseiten sehen, da sie gelegentlich online nach Studenten für die vorlesungsfreie Zeit Ausschau halten. Eine weitere Anlaufstelle sind Jobbörsen, wobei die ausgeschriebenen Stellen dort eher schnell vergeben sind. Dort herrscht riesiger Ansturm und es gibt nicht allzu viele Ferienjobs, die auf diesem Wege ausgeschrieben werden. Vielleicht könnten auch die Eltern nachfragen, ob an ihrem Arbeitsplatz eine Stelle für die Ferien frei wäre – sie haben meist die richtigen Kontakte und wissen, wen sie darauf ansprechen müssen. Am sinnvollsten ist es beim Ferienjob, einfach nachzufragen und die Initiative selbst zu ergreifen, denn die meisten Arbeitgeber müssen darauf gestoßen werden, dass sie einer Ferienkraft etwas zu bieten hätten und dass das keine so schlechte Idee wäre.

Wie für den Ferienjob bewerben?
Für manche Ferienjobs muss man gar nicht viel tun: Man bekommt sie über die Eltern und muss sich noch nicht einmal vorstellen, oder man bekommt den Zuschlag sofort auf Anfrage erteilt, wenn man das denn so schnell entscheiden konnte. In diesen Fällen braucht man nur noch pünktlich am ersten Tag zu erscheinen und kann direkt loslegen. Grundsätzlich gilt: Wenn die Stelle online ausgeschrieben ist, bewirbt man sich schriftlich, wie man es für jede andere Arbeitsstelle auch tun würde. Das bedeutet, dass man einen Lebenslauf und ein kurzes Anschreiben abschickt, in dem man darauf eingeht, wieso man sich diesen Ferienjob gut vorstellen kann und wieso man ihn überhaupt haben möchte. Der Arbeitgeber hat sich die Mühe gemacht, eine Stellenausschreibung zu erstellen, und das erwartet er auch von seinen Bewerbern. In machen Fällen reicht es aber auch, den Kontakt telefonisch oder persönlich herzustellen und sich danach kurz beim Arbeitgeber vorzustellen, wenn dieser das möchte. Ein Ferienjob stellt kein großes Risiko für den Chef dar, sodass er auch gerne einmal schnell entscheidet, ob man genommen wird oder nicht, wenn man sowieso gerade im Geschäft ist und nachgefragt hat, ob es Arbeit gibt. Es ist aber auch dann sinnvoll, trotzdem den Lebenslauf ausgedruckt dabei zu haben, da das seriös und überzeugend wirkt und zeigt, dass man motiviert ist und sich Gedanken gemacht hat.

Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Um in einem Fereinjob Erfolg zu haben, müssen Schüler und Studenten dazu bereit sein, ihre freie Zeit in den Ferien oder den vorlesungsfreien Zeiten zu opfern. Während die andere frei haben, lange schlafen und vielleicht mit gemeinsamen Unternehmungen locken, muss man selbst zur Arbeit gehen und darf damit kein Problem haben. Denn wer im Ferienjob zu häufig fehlt, verliert ihn schneller wieder, als er ihn bekommen hat. Wenn doch einmal eine gemeinsame Aktivität mit Freunden ansteht, kann man den Chef bestimmt freundlich und rechtzeitig um einen freien Tag bitten. Wichtig ist außerdem, dass man gewissenhaft und sorgfältig arbeitet, auch wenn die meisten Ferienjobs keine großen fachlichen Anforderungen stellen. Man muss dazu bereit sein, dazuzulernen und offen für neue Inhalte zu sein. Hilfreich ist es auch, wenn man eigenständig denken kann, denn dann kann man die einfachen Anforderungen des Alltags im Ferienjob ebenfalls leichter bewältigen und wird sich schneller darin zurechtfinden. Ein freundlicher, offener Umgang mit den Arbeitskollegen, den Kunden und natürlich auch mit dem Chef sind ebenfalls sehr wichtig; diese Fähigkeiten muss man nicht perfekt beherrschen, sollte sich aber an den erfahrenen Mitarbeitern orientieren und von ihnen lernen.

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Kategorien: Nebenjob

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