Kugelschreiber zusammenbauen – Abzocke?

Steigende Arbeitslosigkeit, laufende finanzielle Engpässe, allein erziehende Elternteile – dies sind nur einige Faktoren und Beispiele, warum gerade Heimarbeit und Nebenjobs immer beliebter werden und hierdurch leider auch bereits seit Jahren so genannte Abzocker auf den Plan gerufen haben. So wird beispielsweise mit einem lukrativen Job in Heimarbeit geworben. Das Aufgabenfeld wird den Interessenten vor allem in Inseraten, welche sich mit weiteren Auskünften sehr gerne und bewusst zurückhalten dergestalt beschrieben, dass bei diesem Angebot ein Job in Heimarbeit angeboten wird, indem Kugelschreiber zusammengebaut werden sollen.

Viele Betroffene, welche dringend darauf angewiesen sind, ihre häufig völlig desaströse finanzielle Situation zu verbessern und somit ihren Lebensstandard, fallen, trotz eindringlicher Warnungen, sei es von selbst Betroffenen oder gar Verbraucherzentralen bedauerlicherweise immer wieder auf diesen üblen Trick herein, denn es handelt sich fast durchweg um Firmen, meistens unerreichbare Briefkastenfirmen, welche reine Abzocke mit der Armut, der Unkenntnis sowie dem Vertrauen anderer Menschen betreiben.

Der Ablauf dieser Abzocke ist denkbar einfach: Der Interessent bewirbt sich auf dieses verlockende Angebot beziehungsweise Inserat hin auf dieses auf ihn seriös scheinende Angebot und voller Hoffnung. Die Bewerbung erfolgt überwiegend telefonisch, während des “Bewerbungsgespräches” werden Daten wie Namen und Adressen abgefragt und mitgeteilt, dass es sich um einen sehr lukrativen Job handelt mit hohen bis sehr hohen Verdienstmöglichkeiten, welche sich nach dem frei einzuteilenden Arbeitspensum richten würden. Natürlich wirkt alles für den Bewerber, welcher händeringend vielleicht schon über einen langen Zeitraum nach einer Beschäftigung sucht, sehr seriös.

Nachdem die Adressdaten bekannt gegeben und aufgenommen wurden, erfolgt das Versprechen der Zusendung von grundlegendem, ausführlichem Informationsmaterial. Wenige Tage später trifft dieses auch ein. Dieses Informationsmaterial besteht aus einer primitiven Mappe mit einigen Kopien über alle möglichen Jobs, erreichbare Ziele und Umsätze. Auf den ersten Blick entsteht verständlicherweise Euphorie und Freude, so dass viele Betroffene nicht weiter darüber nachdenken, worauf sie sich hierbei gerade einlassen, denn, entgegen der Aussagen, dass keinerlei Vorkosten entstehen, sollen die Bewerber für weiteres Material zunächst eine Gebühr entrichten.

Ist dieses tatsächlich geschehen und die Gebühr – die Höhe ist hierbei unterschiedlich, jedoch bewusst nicht zu hoch angesetzt – gezahlt, hört und sieht der zahlende Bewerber von dieser Heimarbeitsfirma nichts mehr, geschweige denn, dass er den ersehnten Job tatsächlich bekommt. Er zahlt im Prinzip für nichts.

Zwar sind auf den Anschreiben und Infomaterialien, will man dieses unprofessionell aufgemachte Sammelsurium dergestalt bezeichnen, Kontaktdaten angegeben und auch eine Telefonnummer. Allerdings kommt, wenn der geduldige und betrogene Bewerber sich nach dem Stand der Dinge erkundigen möchte und den vermeintlichen Jobanbieter telefonisch kontaktieren möchte, der erste Schock und gleichzeitig die erste richtige Vermutung in Richtung Betrug, denn meistens existieren diese Telefonnummern überhaupt nicht. Die Inserenten haben sich somit schlichtweg aus dem Staub gemacht, wenn ausreichend abgezockt wurde.

Selbst der Staatsanwaltschaft sind diese unseriösen Anbieter von Jobs in Heimarbeit oder Nebenjobs bestens bekannt, so beispielsweise ein Anbieter, welcher frank und frei weiter agierte, bis es zu einer Anzeige und somit Hausdurchsuchung kam. Die Geschädigten jedoch gingen und gehen immer wieder leer aus und sind mit ihrem Arbeitswillen regelrecht gestraft, indem sie auf übelste Art und Weise betrogen wurden.

Dem ist jedoch nicht genug, denn eben dieser und auch andere Anbieter fungieren, nachdem einige Zeit verstrichen ist, einfach unter anderem beziehungsweise anderen Namen, bauen ihre Angebote textlich ein wenig um und sie finden immer wieder neue Opfer.

Es sei somit gewarnt vor solchen Inseraten, denn diese Jobs gibt es nicht. Zudem sollten diejenigen, welche gerne arbeiten möchten, ob als Nebenjob oder von zu Hause aus, grundsätzlich nicht auf Inserate reagieren, welche nur sehr dürftige Angaben machen.

Für eine wirklich seriöse Firma, welche einen oder mehrere Nebenjobs zu vergeben hat, wird es keinerlei Problem darstellen, die korrekten und kompletten Kontaktdaten anzugeben sowie eine ausführliche Stellenbeschreibung, welche Art, Umfang und Ort sowie vielleicht die eventuell erforderlichen Voraussetzungen beschreibt und zudem bei Rückfragen auch vorab erreichbar ist.

Explizit der Job mit den Kugelschreibern zusammenbauen kursiert nun bereits seit einigen Jahren, taucht immer wieder in Inseraten und mittlerweile auch im Internet auf und die Abzocker, oder besser Betrüger, betreiben ihr unseriöses Geschäft gewissenlos und unverblümt weiterhin. Was noch schlimmer ist – sie bleiben meist unbehelligt und kommen mit dem so genannten blauen Auge davon, wenn denn überhaupt eine Strafanzeige erstattet wird. Leider machen sich solche Leute die Not anderer ohne jedwedes Gewissen zu Nutze und anscheinend ist es nicht möglich, diesen Anbietern endlich das Handwerk zu legen oder aber es wird nicht ernst genug genommen.

Somit nochmals die Warnung vor solcher Abzocke. Es gibt tatsächlich noch viele Nebenjobs seriöser Firmen/Unternehmen, und wer sich etwas hinzuverdienen möchte oder muss, sollte seinen Fokus auf diese Anbieter richten und sofort Abstand nehmen, sobald – wofür auch immer – Vorkosten erhoben werden.

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Kategorien: Nebenjob

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